Go west oder die Flucht vorm neuen Jahr

so, ich hab‘ auch noch ein paar Bilder von unserem Fatbiketrip über Sylvester in die tschechischen Wälder.

[URL]https://www.flickr.com/photos/hagbard/[/URL]

alles beginnt mit der Zugfahrt nach Altenberg, wie immer, und ich war natürlich zu spät am Bahnhof wegen Rummgebastel am Fahrrad, so dass wir noch in Heidenau am Bahnhof abgammeln konnten 🙂

oben angekommen und kurz nach der Grenze war alles schon gut weiß und schön trocken kalt.

ich hatte auch schon wieder Hunger und freute mich innerlich schon auf lecker cz essen, was dann später ja nicht so super geil geklappt hat 😉


Jedenfalls waren die ersten Meter recht unterhaltsam, da man permanent zwischen den Skifahrern slalom fahren durfte und wenn wir mal kurz anhielten, bildete sich im Nu eine Traube Rentner um uns und bestaunte die „Mopedräder“ und wunderte sich wo da genau der Akku versteckt ist.

Wir kamen gut voran und auch die Don quichotte Gedächtnispassage war super fahrbar, so dass man schnell pausieren konnte bevor es im Seegebiet nur noch schiebend voranging.

Im Dunkeln erreichten wir eine rettende Straße und ich legte mich ne gute Handvoll mal auf die Fresse bei der Glätte.
Kurz vorher noch trafen wir auf ManWoman aus Ice und schlossen Freundschaft

das Suchen nach ner offenen Kneipe, kaltem Hähnchen, ACDC, Bier und betrunkenen Straßenpäärchen ging schnell vorrüber. Genauso wie die Polizeistreife welche bei Schneeregen skeptisch schauend an uns langsam vorbeifuhr.

der Rest war zum Glück eine gefundene Schutzhütte auf einer Erhebung bei Kliny und endlich was gutes zu Mampfen.

Frühstück mit obligatorischem Schneeschmelzen und laaange Ausschlafen am 1.1.2015 war toll.

später dann rollten wir gemütlich auf den gegenüberliegenden Gipfel und konnten eine klare & weite Aussicht genießen

Der Schnee war nur leider zu weich die meiste Zeit, da es viel zu warm war …
so langsam dunkelte es und die Temperaturen sowie der Untergrund wurden besser.

bis zum eigentlichen Zielort für heute war es noch ein langer Weg, und die Trails konnten wir schlecht einschätzen, so dass nach anfänglicher Euphorie doch schnell die schwitzende Ernüchterung uns ereilte, als wir nur noch stapfend durch die Wälder unsere Bikes zogen und schoben um in einer Stunde nur kümmerlich vorranzukommen. Eyk fuhr‘ fast auf der Felge, aber der Harsch war zu krass um einfach drüberzuhoovern. Martn und Eyk haben in diesem Scheißstück derbe Spurarbeit geleistet und sich dabei voll verausgabt. die Einkehr am Abend in der Tanke sprach dann auch für sich 😉

Nach ein paar Metern auf dem Fernwanderweg E3 hatten wir abermals gut Glück mit dem Auffinden eines alten, verlassenen Häusels an der Bahnstrecke. hier konnten wir ganz gut unser zweites Lager aufschlagen und für die Gemütlichkeit den Schnapps um ein kleines Minifeuer kreisen lassen.

die Nacht war laut und raschelig, es wurde zum Morgen hin immer wärmer und der Regen setzte lustig drauf los.
zum Glück ankerte das Tarp an sicherem Gerät

Frühstück und Tee an der Mauer …
und dann hieß es zumindest für mich den Rückweg anzutreten, während die Jungs weiterfuhren zum Klinovec.
Mein Rückweg war wunderschön mit Gegenwind, Dauerregen, komplett durchnässten Radklamotten, nicht fahrenden Zügen in Dtl. und einen saunetten Busfahrer welcher mich bis nach Chemnitz kuschierte.

alles in allem eine schöne Sache,
nur leider 5°C zu warm und zu nass.

der Bericht von Eyk über diesen Trip ist hier zu finden:
http://www.mtb-news.de/forum/t/mit-dem-fat-bike-unterwegs-galerie.645545/page-98

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