Fatties race fine – ein Fatbikeexperiment

Anfang des Jahres hatte ich noch groß herumposaunt, dass man auch mit einem Fatbike und 4.0″ dicken Reifen noch ordentlich ein Marthonrennen kloppen könnte und ich würde dieses Jahr bei der Mad East Challange in Altenberg mit meinem Fatbike die Königsetappe in Angriff nehmen. Um genau zu sein 96 km / 2.500 hm durch das herrliche Erzgebirge.

Das Rennwochenende rückte näher und insgeheim verfluchte ich schon mein großes Mundwerk von damals, denn so richtig im Rennmodus hatte ich das Rad noch nie getestet und ob ich fitt genug dafür bin war auch nicht so genau klar. Aber wenn man nie losgeht und mal nachschaut wohin die Wege führen, kann man nie Neues entdecken – und schon stand ich Sonntag vormittag mit der „dicken“ Bude bei Nieselregen am Skihang von Altenberg versuchte denselben ohne Herzkasper hochzukurbeln. Der Anfang eines Rennens lag mir noch nie und somit wartete ich darauf, dass die Muskeln warm wurden und die ersten Wurzeltrails mich umschlossen. Es lief zu meiner Überraschung sogar ziemlich gut vorwärts mit dem Bike und dank der dicken Reifen waren Überholmanöver abseits der eigentlichen ausgefahrenen Trailspur kein Problem 🙂

In den Reifen hatte ich vorsichtshalber mehr Luftdruck gepumpt um noch einen halbwegs akzeptablen Rollwiderstand zu haben – das brachte mir mit der Starrgabel im Umkehrschluss aber ordentliche Handschmerzen ein bei den Bergabpassagen – unter dem Motto „Hirn aus – Beine an“ konnte ich mit dem Fatbike auf den technischen Teilen der Trails ganz gut ein paar Plätze gut machen, um diese kurz darauf bergan wieder abzugeben. Ein Highlight war mit Sicherheit das 3-malige Durchfahren von einem kleinen Bach sammt Schlammfütze of Death des Todes. Mit den dicken Reifen stellte dies kein Problem für mich da, und als andere Fahrer das kühle Nass über ihren ganzen Körper verteilten rollte ich grinsend durch die Fluten 😉

Der unschöne Teil der ganzen Aktion war bei KM 60 erreicht indem mich starke Magenkrämpfe plagten. Zu meiner Freude gesellte sich Freund Josch auf seinem Singlespeeder zu mir und wir fuhren eher „gemütlich“ weiter weil an Druck auf dem Pedal mit dem Magen nicht zu denken war. Auch ein versuch mir am Streckenrand den Mageninhalt von selber nach außen zu befördern gelang nicht recht und ich war froh als nach 1 Stunde die Krämpfe weniger wurden und die Beine wieder treten durften. Hier noch einmal Dank an Josch für’s einfach da sein 🙂

die restlichen 20km ins Ziel waren richtig toll, mit etwas weniger Druck im Reifen konnte ich die Karre bergab ordentlich knallen lassen und auch in den Ebenen an den anderen Fahrern im Windschatten kreiseln. Ein innerer Freudenjauchzer überkam mich in der Zielabfahrt – bestand diese doch teilweise noch aus der Strecke der ersten Wertungsprüfung von dem Endurorennen am Vortag. Geil! nochmal gut Wurzelgeballer bergab und dann ab ins Ziel.

Ziemlich erschöpft aber überglücklich stellte sich also die Erkenntnis ein, Fatbikes are for Racing (wenn man nur will) und der Spassfaktor konnte wieder einmal ordentlich nach oben geschraubt werden. Herz was willst Du mehr.

Fotos by Robert Gebler

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