Fatbiketrip ins Isergebirge – eine Dudz of Sneznik Expedition

Gar lustig ist manch‘ Zugfahrt, und preiswert obendrein, mit dem Sachsen-Böhmen Ticket war Hin- und Rückfahrt gut zu vertreten. Knoblauchgeruch im Abteil inklusive!

Zugfahrt

In Liberec angekommen war es doch recht warm und wir haben schnell mal noch nen Tausi abgehoben um uns durch die Stadt zu wursteln. Durch Zufall kam uns Pavel entgegen und bot sich als kleinen Stadtführer an, so dass wir doch recht schnell aus der Stadt herauskamen und oben am Zoo in das erste Waldstück einfahren konnten. Danke Pavel!

mit Reiseführer Pavel in Liberec.

der erste Schneeanstieg war schone eine kleine Vorahnung was uns noch so erwarten würde, nicht wirklich viel, nicht wirklich fest, eher schlupfrig und Low Pressure Riding. Mit dem zusätzlichen Gepäckgewicht alles nicht so einfach zu koordinieren. Kuschel dein Schlauchgürtel tat gute Dienste als Packriemen!

Ja, Fatbike pushen war oft angesagt solange es bergan lief.

push it

Manch ein Klaus hat da seine ganz eigene Evo Schiebetechnik 🙂

Schiebetechnik evo

Irgendwann lief es dann wieder recht gut geradeaus, wir kamen voran, aber auch nur unter Einsatz ganzem Beinschmalzes. Irgendwann hatten wir uns auf dem Weg zur nächsten Baude ein wenig verfranzt, so dass wir an einem schönen kleinen Stausee herauskamen.

Staudamm

da hätte man auch gut am Ufer nächtigen können. Das nächste Mal dann.
auf der anderen Seite ging es dann weiter stetig auf rutschigem Schnee Richtung spätes Mittagessen.

auf auf und davon

Wir sind immer versucht gewesen zwischen den 2 klassischen Loipenspuren zu fahren. Dafür hat man halt etwas die Skaterspur zerfahren. Es war doch ziemlich anstrengend immer darauf zu achten nicht in die Loipe zu kommen, nicht in die Stöcke der entgegenkommenden Skifahrer zu fallen und dabei noch das Rad gerade zu halten und Geschwindigkeit zu haben.

80% der Skifahrer begegneten uns mit einem Lächeln und interessierten Fragen. Es gab aber auch manch Kollegen welcher nicht begeistert war, über unser Erscheinen auf den Tracks. Toll waren auch die vielen sportlichen tschech. Frauen welche da rummgefahren sind, und Fauen stehen auf Fatbikes, that’s a Law!     😉

Der Aufstieg zum Nachtlager auf einen kleineren Vorgipfel im Wald neben der Hauptloipe gestaltete sich etwas anstrengend und nicht für alle Expeditionsteilnehmer zur vollen Zufriedenheit. naja, Schwamm drüber.
Oben angekommen noch Schnee plattgetrampelt und Tarp aufgebaut und dann gab’s für Jeden watt zu Mampfen.

Nachtlager I

Camp I

Beim Abspannen der Tarps zeigte sich das volle Kreativpotential von Expeditionsfreund Martn D. aus DD an der E., welcher sein Tripod und Fatbike gekonnt als Schneeanker zu nutzen wusste.

Tripod Schneeanker

Geschlafen hat man da oben erstaunlich gut, der Wintersack hielt schön warm und die Freunde eng an eng gekuschelt ebenso. Frühstück gab’s dann inkl. Ausblick mit Nebel und kalten Wurzelpeter zum Zähne putzen.

Mornin‘ Tea Time

View

Aufstehen wollte ich nicht so Recht, da ich keinen Bock auf den „lustigen“ Abstieg hatte 😉

Time to get up

Das Abbauen des Lagers und nochmal Thermoskanne Auffüllen dauerte länger als gedacht, so dass wir erst gen Mittag unseren Weg fortsetzen konnten.

Plan war an dem Tag unbedingt Jzerka zu erreichen, dort zu Nächtigen und dann am Sonntag auf Grund der kurzen Zeit über Desná nach Tanvald zurück zu rollen. Die heutige Loipenfahrt lief etwas besser als den Tag zuvor, und wir kamen mitunter recht schnell voran. Hier und Da luden Aussichtspunkte zum Verweilen ein.

Aussicht

An der ersten Baude auf dem Weg war die Hölle los und wir posierten einmal mehr mit unseren Rädern für eine Menge tschech. Eierphöne.
so ging es strucks bergab zur nächsten Hütte, welche nicht minder voll war, und dann gab’s erst einmal ausgiebiges Mittagessen mit Pivo, Suppen, und Knödel. Auch konnte man hier nochmal gut seine durchnässten Socken auf der Heizung trocknen.

Weiter ging es nach Jzerka und die Sonne ging unter, leichter Nieselregen setzte ein und wir waren uns nicht sicher wo wir heute Nacht schlafen könnten. Kalte Füße und Ungeduld ergaben, dass wir es im Wald nebenan entlang eines klass. Loipenweges probieren wollten. Unsere Karte zeigte eine Schutzhütte auf der Hälfte des Weges. Also Rad geschnappt und durch den pappigen Schnee gestapft. Nach ca. 1km Laufen und Schieben war immer noch keine Hütte in der Dunkelheit auszumachen, unsere Kräfte schwanden ein wenig und der Regen wurde stärker. Kurzerhand wurde das Nachtlager auf dem höchsten Punkt neben der Strecke aufgebaut und schnell in die Schlafsäcke gekrochen zum Warm und trocken bleiben. Eyk hat sich noch in der Perfektion des Schneeplattstampfens geübt und uns einen Schlafgang und Pissplatz freigetreten.

Camp II

Fatbikeanker

die Nacht war kühler als sonst, und wir hofften alle innigst, dass es Frost geben würde, damit der Schnee endlich hart wird und uns und die Bikes besser trägt. Pustekuchen! Am Morgen danach war alles so nass und weich wie zuvor. Also schnell abbauen, Kakao kochen und auf den Bikes mehr schlecht als recht versuchen dort wieder herunterzurollen.

Aufbruch Camp II

Mitunter gestaltete sich das Gefahre recht witzig, es rollt ein Stück, man ist bemüht den Lenker gerade zu halten und nicht links und rechts von der kleinen Hauptspur in den Tiefschnee abzudriften, dann kommt ne kleine Senke und schwupps steckt das Vorderrad bis zur Nabe im Schnee und man selber mit dem Kopf voran vor dem Rad am Boden.

Schweißtreibend erreichten wir dann irgendwann einen Stausee um nochmal Pause zu machen und uns auf die letzte Abfahrt vorzubereiten. Das schönste Stück Trail empfang uns bei der Einfahrt in ein kleines Waldtal entlang eines kleinen Gewässers. Rechts der schnelle Bach, links oben der Trail, überall Eiszapfen und Felsen und eine rollende technische Fatbikepassage – herrlich.

Desná Tal Einfahrt

Martn

Fotograf of Death

Eyk

Unten angekommen gab’s noch das Gruppenfoto im Bach und der Rest des Weges entlang einer Straße nach Tanvald zum Bahnhof.

die kleinen tschech. Städte haben schon einen ganz besonderen Charme von Abgeranztheit, Jogginghosen, Alkoholmissbrauch, rostiger Müll, toughe aufgebitchte faszinierende Frauen und trotzdem freundliche Gemüter und lecker Essen.

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