Salzkammergut Trophy 2012

Was für ein Rennen!
definitiv von der Strecke her das Härteste was ich bis jetzt gefahren bin.
ich glaube noch einmal mache ich das nicht 😉

ab 13 Uhr bis zum Schluss hatten wir nur Dauerregen,
Abfahrten verschlammt und einiges für mich nicht fahrbar,
nur dreck und Modder in Gesicht
hinteres Bremsbelagpaar ist runter
Bikeklamotten total durch, der Körper war total durch,
nass, kalt, warm, hunger, schmerzen,
Abfahrten waren eine einzige „Trippschieberei“,
ich vorneweg, immer geschrien „links, rechts“, Lutz direkt an mir drann, „ich auch rechts, ich auch links“ , wir haben da die Leute reihenweise kassiert, sogar der Henri Lesewitz hatte keine Lust mehr und hat den Weg freigegeben,
😉

so sehr neben mir war ich noch nie bei irgend einem Fahrradrennen.
komplett bläm bläm im Kopf.

die Strecke war böse,  die schicken einen jeden Mistanstieg hoch, auch kurz vor dem ziel muss nochmal in den Wald hoch gefahren werden, tiefe Schlammtrails müssen nochmal sein und und und.

Orga war topp
Essen auch
Stimmung an der Strecke war Wahnsinn, trotz des bschissenen Wetters,
einfach ein Gänsehautfeeling gewesen dort im Dunkeln ins Ziel zu fahren und fremde Leute jubeln wie verrückt und du hörst deinen Namen durch die Boxen, einfach geil!

beide Hände ab Samstag Nacht taub, jetzt nur noch Fingerspitzen.
Mund trocken und überreizte Schleimhäute.

War ein ganz schöner Trubel da im Dorf, Ein Haufen Hersteller und ne Menge Werbung überall, eine als „Sicherheitscheck“ getarnte Industrie-Herstellererhebung, wo von jedem Fahrer der Extremstrecke die Radteile notiert wurden – totaler Quatsch.
„Toll“ war auch, dass ich mich in der ersten Schotterabfahrt lang gemacht hatte und dann mit schmerzenden Handinnenballen und Schürferei am Knie weiter bin, danke an Martin Ertzui für die Ibu und für’s Warten!!!

Ich fande generell, dass der Singletrailanteil ausreichend war,
mehr wäre schöner gewesen, aber dann auch hinten raus anstrengender.
Es war eh schon stellenweise grenzwertig, was man da noch runtergefahren ist, mit der wenigen Konzentration und Kraft und den beschissenen Zuständen der Trails.

Samstag früh um 5 Uhr am Start zu stehen, war auch weniger ekelhaft als gedacht, das Ganze ging direkt nach dem Start von 500hm auf 1380hm hinauf, da war einem dann schön warm 🙂
Ein Highlight war dann jedes Mal der Trail vor der ewigen Wand und danach.
Schön eng, steil, verblockt 🙂
Die weiteren Anstiege bis KM 60 waren alle auch i.O. und jetzt nicht so arg.
ging immer mal länger hoch auf Forstwegen und immer mal ab auf Forstwegen und Tails, war eigentlich alles abwechslungsreich.

KM 70 zog sich nochmal gut berghoch, und das auf und ab bis zur Zweiten Zeitmessstation war auch nicht so geil.

Generell lief es bis dahin und KM 120 recht gut, und ich konnte das gar nicht einschätzen, war aber erst einmal froh keine Krämpfe zu haben und immer ca. 1,25h unter der Karrenzzeit zu liegen. An den Laben immer schön, Iso, Wasser, RedBull, Banane, Apfel, Salz, Magnesium, Knacker und Schoki gegessen. 12 Power Bar Artikel waren es ca. am Ende des Tages.

Meine Laune war dann beim Flachstückgebolze um den See etwas im Arsch, Anfangs noch zusammen mit Nikita da lang, musste ich ziehen lassen, beschissener Gegenregen, Magenkrummeln und Hunger.
Nikita war hinten raus auch nochmal so richtig schnell, da war kein Rannkommen mehr, Respekt!
In Obertraun gabs erstmal ordentlich Futter und man wurde an der Labestation sogar vom Strandbadmoderator namentlich begrüßt 🙂

Danach kam dann der absolute Abschuss – 2 Mörderanstiege direkt hintereinander – von 550hm auf 1500HM.
Die steilen Serpentinen zum Salzberg waren schon echt hart, da hat der Lesewitz vor mir auch nur geflucht, was das für ne <scheiße hier wäre> 🙂
Irgendwann waren wir oben, den Rest konnte man gerade noch so laufen, an Fahren war wegen Steilheit nicht zu denken.
Eine kurze Abfahrt und der Mist begann von Neuem, schön ausgkühlt und pitschnass, eine ewige Aufffahrt mit Schotter und Absteigen schieben, kurz Fahren, Absteigen etc pp. Das Ding hat mir komplett den Stecker gezogen, da habe ich alle gutgemachte Zeit von Vorher wieder verloren. Hier war auch schon der Arsch komplett wund, und im Stehen drei mal angenehmer zu Fahren.

Gosausee Zeitstation bei KM 180 war ich dann nur noch neben mir, nix mehr gecheckt, nur noch automatisch nach der Zeit gefragt, automatisch noch Iso gegriffen und gleich weiter gerollt, es wurde verdammt knapp und ein längerer Anstieg kam noch.
Ich habe mich dann an zwei 29er Dudes gehangen, selber zwingen müssen vorne nicht auf das kleinste Blatt zu schalten sondern alles im Wiegetritt mit dem mittleren Blatt zu fahren, das ging gerade nochmal gut, Zeit war noch im Limit, die restlichen 20 KM waren ein Tunnelgekloppe bergab, kurz bergauf, etliche Matschtrails am Ufer entlang, nochmal bei den besoffenen Kids im Ort vorbei über den kleinen Holzkicker gesprungen und dann Blindflug, Regen im Gesicht ins Dorf gedrückt. Ziel, glücklich, im Arsch.

http://www.flickr.com/photos/hagbard/page1/

Advertisements

Ein Gedanke zu “Salzkammergut Trophy 2012

  1. dieser starre blick auf bild 4 sagt so einiges über deinen zustand aus 🙂
    glückwunsch für’s durchkommen & -halten
    ps….wie kannst du dir nur so viel von einem rennen merken??? ich hab meist postcompetative amnesie..

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s