Internationale Touristische Friedensfahrt 2016

Internationale Touristische Friedensfahrt 2016
ITF 2016
16. Auf Friedensfahrtkurs
Görlitz-Liberec-Jicin-Karpacz-Görlitz
wundervoll

 

GR221 Mallorca

letzte Woche auf Malle, GR221 Fernwanderweg.
durch die Tramuntana von Port d’Antdratx nach Lluc. 5700Hm, 110Km

Start am ersten Tag Abends 18:30 Uhr nen alten Downhillpfad hochgekraxelt um oben mitten in den Vorgärten von reichen Villen zu stehen, dann übern Zaun und im Dunkeln nen Bachbett hoch bis wir irgendwann auf dem Originalsattelweg waren, dort nachts das Zelt aufgebaut und seelig gepennt.

morgens dann Sonnenaufgang

Trockenmauerweg heißt er, überall ziehen sich Steinmauern am Weg entlang die ganzen 130km, manchmal in aberwitzigen Höhen und Steillagen, Wahnsinn,
Zeltplatz 1 – das Hilleberg Nallo 2 hielt super. Gewicht ist gut und hällt auch echt Sturm stand, hatten 3 Tage nur Regen und Wind🙂

Über Stock und Stein ging es immer bergab, bergauf an der Küste entlang, geile Blicke! zum alten Bergdorf Trapa hoch, mein rechtes Knie meldete sich sofort, scheiße. auch mit den schweren Kraxen (ca. 18-19kg am Tag) war es kein Zuckerschlecken.

die ersten 3 Tage Weg sind toll abenteuerlich, weil der Weg wenig ausgeschildert ist und man ganz oft sich nen Pfad suchen kann, gerade über die Pässe, kleine Steinmännchen helfen oft dabei oder rote Punkte an den Steinen. unsere Karte war super mit Text und Topo.
die zweite Hälfte des Weges ist mehr Beschildert mit Wegweisern und geht oft um privates Gelände herum, das ist semigeil, aber in den hohen Lagen ist man gut alleine und schön abgeschirmt.
Mal haben alten Schafsweide gepennt, während gegenüber am Hang Nachts die Dorfjungs rummgeballert haben mit Gewehren, mir war da teilweise n bissl anders zu Mute.

Wetter war so lala, 10 Grad ca. und Wind und ab und zu Hagel und Regen,
aber ne Woche im Zelt pennen erdet schön und das ist auch sehr geil, mit dem Kocher draußen zu sitzen und Sternenhimmel zu haben

Man hatte immer schön die Aussicht auf das Meer links und rechts die Sicht auf die kommenden Berge. Am Anfang war es offenes weites Feld, ab der zweiten Hälfte wurde der Weg waldiger und gerölliger in den Bergen.
ganz oft kam man an alten Köhlerständen vorbei die dort massig noch rummstehen.

privates Gelände war durch Übergang und Zaun getrennt, oft musste man wie gesagt die Originalroute verlassen und alternativ einen Bogen drumm machen.teilweise wurden sogar Wanderer gezählt in den Bergen um Valdemossa, damit nur eine bestimmte Anzahl an Leuten am Tag da oben unterwegs ist. Wir hatten Glück, ohne Anmeldung morgens um 9 Uhr noch reingekommen in den Wald.

Ernährung unterwegs waren viel Nüsse und Trockenfrüchte. plus Trockenfleisch vom Rind, Riegel und Apfelsinen welche überall herumhingen. Morgens dreikornflocken und Früchte aus dem Kocher, Abends CousCous, Polenta, Bulgur und Fisch, Tütensuppen und Nüsse. + Bier und Schnaps , war super.

wie gesagt hatten wir oft Regen, vorrangegangen war Hagel, das kam immer in Wellen von 30 Minuten Abstand, es hat genervt🙂
knackige Anstiege an denen man unter den Regenklamotten genauso nass war wie von außen
Abends im Zelt wurden dann natürlich Handschuhe und Regenklamotten auch nicht mehr richtig trocken, und Zelt nass einpacken fetzt auch nicht wirklich.
dafür haben wir uns eine Nacht im Hotel in Valdemossa gegönnt, dit war richtig gut.

was geil war an der Gegend – es stehen überall verlassene Güter herum, Fincas welche im Winter zu sind oder ganz leer stehen, man kann also im Garten pennen oder sich unterstellen im Seitengehöft. das ist cool, wir haben das so oft genutzt, zusammen mit Schaafen und Ziegen welche die alten Häuser für sich auch entdeckt hatten.
Plätze zum Zelten fanden sich immer genug, man musste nur wieder absteigen um in bewaldetes Gebiet zu kommen, Probleme gab es keine. Offiziell erlaubt ist es nicht.
an der Tossals Verds Berghütte hat uns der Typ erlaubt draußen beim Grill zu schlafen, andererseits hätten wir das Zelt früh um 6 Uhr wieder abbauen müssen weil die Parkranger im Haus um 06:30 Uhr losgezogen sind.

ein paar lustige Stellen zum Kraxeln gab es auch immer einmal.
…kurz vor Tossals Verds, und kurz nachdem wir ein abgestürztes Flugzeugwrack einer kleinen Cessna passiert hatten. die lag weiter oben im Gebüsch, Tragflächen weiter daneben, die hat’s ordentlich zertrümmert.
Aufstieg zum Coll des Prat und Puig de Massanella
war sehr windig und frisch – anstrengend – die Chance auf den höchsten legalen Gipfel von Malle zu klettern haben wir nicht gemacht, das wäre nur ohne Kraxen gegangen durch nen Kamin, schon recht ordentliche Kletterei, ungesichert und bei Wind wollte es keiner riskieren von uns.

Empfehlung der Wanderkarte:

Wanderkarte GR221

meine Flickr Seite

Last Days

Frosty Overnighter

Ausflug an den Klinovec
Winterwunderland im Schnee, Fatbikes, Freunde, Lagerfeuer und geistige Getränke. Herrlich!